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Die Bedeutung des Burbachs für Thalhausen (Quelle „von Dailhusen nach Thalhausen“)

Die Geschichte des Burbachs beginnt im Jahre 1803, als Johannes Flor (vermutlich ein Ortsfremder)
die Quelle im Bannebur entdeckte. Sodann baute man in einer Vertiefung den Brunnenkranz aus Mauersteinen.
Zum Schutz vor Verschmutzung wurde darüber das Brunnenhaus errichtet. Nun musste frostsicher in ein Meter Tiefe
eine etwa 1,5km lange Rohrleitung gelegt werden, die vom Bannebur in die Dorfmitte führte.

Ursprünglich bestanden solche Brunnenleitungen aus Kiefern- oder Eichenholz.Die im Herbst geschlagenen Stämme
blieben ungeschält liegen, wurden mit einem Löffelbohrer ausgehöhlt und für eine gewisse Zeit in stehendes Wasser gelegt.
Obwohl diese Holzrohre mit Pech bestrichen wurden, hielten sie nicht lange und das Wasser bekam einen fauligen Geschmack.
So fanden alsbald Tonrohre Verwendung, die etwa 60 cm lang waren und eine konische Form aufwiesen.

Am Ende der Rohrleitung wurde ebenfalls ein Brunnenhaus errichtet, wobei beim Einlauf der Brunnenleitung ein Sieb
angebracht wurde, um Verunreinigungen zu vermeiden.Das mit hohem Druck ankommende Wasser floss aus den Röhren in einen
großen Eichentrog und aus diesem gelangte es in zwei kleinere Tröge. Das frisch aus den Röhren fließende Wasser benutze
man als Trinkwasser. Aus dem großen Trog holte man mit Eimern, die an einem auf den Schultern aufliegenden Joch hingen,
das Wasser für das Vieh. Die kleineren Tröge dienten zum Waschen

Verantwortlich für einen einwandfreien Zustand der Brunnenleitung war ein von der Gemeinde angestellter Brunnenmeister.

(Bildquelle „von Dailhusen nach Thalhausen“)

1889 wurde die Zuleitung des Wassers in die Häuser beschlossen. Oberhalb des Dorfes wurde ein Sammelbehälter errichtet,
in den das Wasser aus dem Bannebur geleitet wurde. Hierzu diente nach wie vor die alte Tonrohrleitung.
Vom Sammelbehälter aus wurde dann das Wasser in das Dorfnetz eingespeist.


1960 führte eine Untersuchung des Trinkwassers zu Beanstandungen, so dass das Wasser vorübergehend nur in abgekochtem Zustand
verwendet werden durfte. So beschloss der Gemeinderat die oberhalb der Quelle liegenden Grundstücke aufzukaufen, um dadurch
eine landwirtschaftliche Nutzung auszuschließen.

(Bildquelle „von Dailhusen nach Thalhausen“)

Ab 1967 reichten die Quellen im Bannebur alleine nicht mehr für eine ausreichende Versorgung.